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Busbahnhof_Heinsberg

Busverkehr

- StädteRegion Aachen:
Seit einiger Zeit verkehrt die Euregiobahn. Vor diesem Hintergrund ist der teure und aufwendige Umbau des Bushofs in Eschweiler an der Indestraße völlig unverständlich, zumal der Bushof völlig dezentral gelegen ist.

PRO BAHN setzt sich daher dafür ein, die Haltestelle "Eschweiler Talbahnhof' als zentralen Knotenpunkt zwischen Bus und Bahn auszubauen. Hier sollten zumindest alle Busse des Nord-Süd-Verkehrs auf die Taktzeiten der "euregiobahn" abgestimmt werden. Für die in Ost-West-Richtung verkehrenden Buslinien soll zusätzlich der Bahnhof Weisweiler als Knotenpunkt zwischen Bus und Bahn etabliert werden.

Im Stadtgebiet Aachen sollen möglichst viele Busse den Hauptbahnhof anfahren, um eine optimale Verbindung zum Bahnverkehr in alle Richtungen gewährleisten zu können. Buslinien, die nicht über den Hauptbahnhof geführt werden können, sollen möglichst an zwei anderen Aachener Bahnhöfen halten. Dabei soll je ein Bahnhof an der Strecke Richtung Mönchengladbach und ein Bahnhof an der Strecke Richtung Köln bedient werden, um so optimale und kurze Verknüpfungen in beide Hauptrichtungen herstellen zu können.

- Kreis Düren:
Der Busverkehr im Kreis Düren wird hauptsächlich von der Dürener Kreisbahn GmbH (DKB) und der DB BAHN Rheinlandbus (ehemals RVE) betrieben. Dabei wurden Liniennetz und Fahrplan in den letzten Jahrzenten kaum geändert. Die Entwicklung von Wirtschaft und Bevölkerung wurde bedauerlicherweise nahezu unberücksichtigt gelassen. Ortschaften, die mittlerweile erheblich an Größe und Einwohnerzahl gewonnen haben, werden durch den ÖPNV ebenso wie vor 30 Jahren bedient.

PRO BAHN fordert daher für den Busverkehr im Kreis Düren eine grundlegende Überarbeitung von Liniennetz und Fahrplan, und zwar abgestellt auf die tatsächlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnisse der Gegenwart.

Darüber hinaus muss eine engere Zusammenarbeit zwischen DKB und DB BAHN Rheinlandbus erreicht werden. Die Parallelexistenz von Kaiserplatz und ZOB in Düren muss endlich aufgegeben werden. Es kann nicht sein, dass innerhalb eines Verkehrsverbundes in Düren die DB BAHN Rheinlandbus den ZOB und die DKB den Kaiserplatz als Umsteige-, Start- und Zielhaltestelle anfährt.

PRO BAHN fordert daher, den ZOB aufgrund seiner überregionalen Umsteigebedeutung zur zentralen Umsteige-, Start- und Zielhaltestelle zu bestimmen. Um jedoch gleichzeitig nicht die Attraktivität innenstadtnaher Haltestellen aufzugeben, werden künftig alle Buslinien über drei zentral in der Stadt gelegene Haltestellen geführt.

PRO BAHN arbeitet gegenwärtig an einem Konzept zur Neuordnung des Busverkehrs im Kreis Düren.

- Kreis Heinsberg:
Der Busverkehr im Kreis Heinsberg wird im Wesentlichen von West Energie und Verkehr (west), einige wenige Linien von der DB BAHN Rheinlandbus betrieben. Ähnlich wie im Kreis Düren hat auch im Kreis Heinsberg seit Jahrzenten keine wirkliche Anpassung des Busverkehrs an die geänderten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse stattgefunden. Darüber hinaus ist gerade im Kreis Heinsberg zu beobachten, dass die Fahrzeiten der meisten Linien überhaupt nicht aufeinander abgestimmt sind. Rendezvous-Haltestellen mit optimierten Umsteige- und Anschlussmöglichkeiten sind eher die Ausnahme.

Seit dem Fahrplanwechsel 2009 wird der Spät- und Wochenend-Verkehr im Kreis Heinsberg mit MultiBussen abgewickelt. Die Ablösung des fahrgastunfreundlichen Anruf-Sammel-Taxis durch ein flexibleres und preisgünstigeres Angebot war längst überfällig. Das wurde mit dem MultiBus nun erreicht. Als Wermutstropfen bleibt jedoch anzumerken, dass Vermarktung und Fahrplan des Multi-Busses noch verbesserungswürdig sind.

PRO BAHN setzt sich daher für eine Optimierung bzw. Neuordnung des Busverkehrs im Kreis Heinsberg ein. Dabei müssen auch die Belange neuer Verkehrsströme durch die Reaktivierung der Strecke Lindern - Heinsberg berücksichtigt werden. Ferner muss dem Freizeitverkehr ein viel höherer Stellenwert zukommen. PRO BAHN arbeitet gegenwärtig an einem solchen Konzept.

- Stadtbussystem:
Mitte der 90er Jahre sollte im Gebiet des Aachener Verkehrsverbundes das sog. Stadtbussystem eingeführt werden. Hierzu sollten neue Buslinien eingeführt werden, die ausschließlich auf dem Gebiet der jeweiligen Kommune verkehren und an einer zentralen Haltestelle Anschlüsse an die übrigen Verkehrsmittel sicherstellen sollten. Konsequent umgesetzt wurde dieses System lediglich im Kreis Aachen. Der Kreis Düren hat sich gar nicht beteiligt und im Kreis Heinsberg wurden lediglich einige Linien umbenannt.

PRO BAHN steht dem Stadtbussystem kritisch gegenüber. Durch die Begrenzung der Stadtbuslinien auf das Gebiet nur einer Kommune entstehen viele kleine Liniennetze, die nicht miteinander verbunden sind. So müssen Fahrgäste, die über die Stadtgrenzen hinaus fahren möchten, unnötige und zeitraubende Umwege mit Umsteigezwang in Kauf nehmen.

- Nummernschema:
Gegenwärtig herrscht im AVV ein verwirrendes und teilweise völlig inkonsequentes Nummernschema für die einzelnen Buslinien. So führen die meisten Schnellbuslinien vor der Liniennummer den Zusatz "SB", im Kreis Aachen fahren jedoch auch Schnellbusse ohne diesen Zusatz, dafür aber mit dreistelligen Liniennummern. Dreistellige Liniennummern sollen jedoch eigentlich Stadt- und Regionalbusse kennzeichnen. In Stadt und Kreis Aachen verkehren diese Busse jedoch weiterhin mit ein- oder zweistelligen Liniennummern. Zusätzlich zu diesen bereits verwirrenden Linien kommen noch die sinnlosen Bezeichnungen einzelner Stadtbusse durch Voranstellung der Buchstaben "AL, BW, EW, HZ WÜ, EK, HÜ" als Abkürzung für die entsprechenden Städte. Völlig unverständlich ist auch die neuerliche Praxis, dass Fahrziel und Liniennummer nur noch bis zur Kreisgrenze gelten und dort wechseln, obwohl es sich dem Grunde nach um durchgehende Verbindungen handelt.

PRO BAHN fordert daher das folgende einheitliche, sinnvolle, leicht verständliche und konsequente Nummernschema für alle im AVV verkehrenden Buslinien:

Alle Schnellbusse erhalten künftig zweistellige Liniennummern mit dem Vorsatz "SB" für Schnellbus. Eine Unterscheidung zwischen Stadt- und Regionalbussen erfolgt nicht mehr. Diese Linien erhalten künftig alle dreistellige Liniennummern. Der Einfachheit halber erhält die Stadt Aachen hierbei die Nummern 101 - 199 und die StädteRegion die Nummern 301 - 399, während der Kreis Düren die Nummern 201 - 299 und der Kreis Heinsberg die Nummern 401 bis 499 behalten. Die verwirrenden und völlig sinnlosen Linienbezeichnungen der sog. Stadtbusse "AL, BW, EW, HZ WÜ, EK, HÜ" werden abgeschafft und wieder in das regionale Nummernschema integriert. Linien, die verschiedene Kreise befahren erhalten einfach die Nummer des Kreises, im dem ihr überwiegender Linienweg liegt. Die unsinnige Umbenennung von Linien an der Kreisgrenze wird wieder abgeschafft.

- Nachtbusse:
Die Nachfrage in Nächten an, bzw. vor Wochenenden ist in letzter Zeit stark gestiegen. Dieser Entwicklung haben andere Verkehrsverbünde bereits umfassend Rechnung getragen und attraktive Nachtverkehrsnetze eingerichtet

Im AVV gibt es gegenwärtig lediglich in der Stadt Aachen und im Kreis Düren einen regelmäßigen Nachtbusverkehr. PRO BAHN setzt sich daher für die Einrichtung und den Betrieb eines flächendeckenden Nachtbusverkehrs ein.

Hierzu müssen die Aachener Nachtbusse ihre Linienwege in die StädteRegion Aachen ausdehnen, der immer noch wie ein Provisorium im Kreis Düren durchgeführte Nachtbusverkehr muss den Charakter einer dauerhaften Einrichtung erhalten. Gleichzeitig muss dafür gesorgt werden, dass der dortige Nachtzuschlag i. H. v. 1,00 Euro pro Fahrt durch ein werbefinanziertes Sponsoring ersetzt wird. Für den Kreis Heinsberg muss ein völlig neues Nachtbuskonzept erarbeitet werden.

PRO BAHN arbeitet gegenwärtig an der Überarbeitung des Nachtbusverkehrs im Kreis Düren und ist gleichzeitig mit der Entwicklung eines Nachtbuskonzeptes für den Kreis Heinsberg beschäftigt.

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