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Stadtbahn Aachen

Im Zusammenhang mit dem Bau und der Erschließung des neuen Uni-Campus setzt sich PRO BAHN für die Errichtung eines spurgebundenen Nahverkehrssystems in Aachen ein. Nach der Auffassung von PRO BAHN kann nur ein Nahverkehrssystem den gewünschten nachhaltigen Erfolg haben, das mit dem bisherigen ÖPNV-Angebot in der Region Aachen kombinierbar ist.

Ein Inselbetrieb mit anderen Systemen, wie beispielsweise Spurbus, Seilbahn, Hochbahn o. ä., wäre nicht mit den bestehenden Verkehrsmitteln kombinierbar und somit für den Fahrgast nicht nur unattraktiv, sondern auch unwirtschaftlich. Deshalb setzt sich PRO BAHN für den Bau einer Stadtbahn ein.

Dabei sollen folgende Voraussetzungen beachtet werden:

1. Die Stadtbahn sollte normalspurig sein, damit eine ggf. zu einem späteren Zeitpunkt gewünschte Verknüpfung mit der Euregiobahn möglich ist.

2. Die Fahrzeuge sollten niederflurig sein, damit Haltestellen auch von Linienbussen genutzt werden können.

3. In den Bereichen, in denen die Stadtbahn auf eigener Trasse verkehrt, sollte diese Trasse gleichzeitig als Busspur ausgebaut werden (kein Rasengleis oder Schottertrasse).

4. Der Ticketverkauf sollte durch zentral in den Fahrzeugen angebrachte Automaten erfolgen. Hierbei ist insbesondere darauf zu achten, dass an den Automaten das komplette Ticketsortiment erhältlich ist und die Automaten neben Münzgeld auch Banknoten annehmen und die Geldkarte akzeptieren. Die Automaten sollten selbsterklärend, sowie mit der sog. Touch-Screen-Technik ausgerüstet sein.

Der Bau der Aachener Stadtbahn sollte in drei Bauabschnitten erfolgen:

Stadtbahn_Aachen
- Erster Bauabschnitt:
In einem ersten Schritt soll die Aachener Innenstadt mit dem neuen Uni-Campus am Westbahnhof verbunden werden. Die Strecke soll wie folgt verlaufen:

Linie 1: Hauptbahnhof - Kaiserplatz - Willy-Brandt-Platz - Bushof - Minoritenstraße - Techn. Hochschule - Westbahnhof - Uni-Campus - Hörn - Uniklinik

Die Stadtbahn soll dabei am Hauptbahnhof seitlich des Haupteingangs in der Hackländerstraße (heutiger Taxistand) beginnen. Sie überquert sodann die Römerstraße und durchfährt dann die Dunantstraße. Auf dem Abschnitt Normaluhr - Kaiserplatz soll sie eingleisig und auf eigenem Bahnkörper in westlicher Seitenlage der Wilhelmstraße verlaufen. Vom Kaiserplatz aus fährt sie über den Willy-Brandt-Platz zum Bushof. Vom Bushof aus fährt sie dann über den Seilraben bis zum Driescher Gäßchen. Dann fährt sie ein kurzes Stück über den Templergraben und knickt kurz vor dem sog. Super C nach Norden in die Wüllnerstraße Richtung Audimax ab. In Höhe Audimax wird eine Unterführung unter dem Pontwall errichtet. In der Intzestraße kommt die Stadtbahn wieder ans Tageslicht und folgt dem Straßenverlauf bis zum Westbahnhof. Vom Westbahnhof führt die Stadtbahn auf eigener Trasse zum neuen Uni-Campus und überquert die Hauptstrecke Aachen - Mönchengladbach. Über Melaten und Hörn erreicht die Stadtbahn die Uniklinik.

Bereits nach dem ersten Bauabschnitt werden am Westbahnhof und am Hbf attraktive Verknüpfungspunkte zum DB-Regional- bzw. Fernverkehr realisiert. Nach dem zweiten Bauabschnitt wird zusätzlich noch eine Verknüpung am Bf Rothe Erde hergestellt.

- Zweiter Bauabschnitt:
In einem zweiten Bauabschnitt soll die Linie 1 über den Hbf hinaus nach Burtscheid - Diepenbenden verlängert werden. Die Haltestelle Hbf wird dabei von der Normaluhr bzw. aus Richtung Burtscheid als Stich befahren. Gleichzeitig dient sie als Kreuzungsstation. Diese Verlängerung soll vor allem der Erschließung der Fachhochschule, der Kath. Hochschule, des Marienhospitals, des Kurortes Burtscheid sowie der im Aachener Süden ansässigen sonstigen Schulen dienen.

- Dritter Bauabschnitt:
In einem dritten Bauabschnitt soll dann eine zweite Stadtbahnlinie errichtet werden. Diese soll Brand und Würselen mit der Aachener Innenstadt verbinden und im Einzelnen wie folgt verlaufen:

Linie 2: Brand - Driescher Hof - Trierer Platz - Bf Rothe Erde - Justizzentrum- Kaiserplatz - Willy-Brandt-Platz - Techn. Hochschule - Grabenring - Elisenbrunnen - Bushof - Ludwig Forum - Würselen

Hierbei soll die Stadtbahn von Brand über das Wohngebiet Driescher Hof und dann weiter über die Trierer Straße Richtung Innenstadt verkehren. Auf der Trierer Straße und weiter auf dem Adalbertsteinweg soll sie auf eigener Trasse in Straßenmitte verkehren. Diese Trasse soll dabei gleichzeitig als Busspur benutzt werden. Auf keinen Fall darf die Trasse durch unsinnige Spielereien wie beispielsweise durch das Anlegen von Rasengleisen verschwendet werden. Ab Kaiserplatz vereinigt sich die Linie 2 mit der bereits bestehenden Linie 1, und zwar bis zur Haltestelle Techn. Hochschule. Während die Linie 1 hier nach Norden Richtung Westbahnhof abbiegt, folgt die Linie 2 weiter dem Templergraben. Nachdem sie den kompletten Grabenring befahren hat, gelangt sie schließlich zum Elisenbrunnen. Von dort fährt sie weiter über den Bushof zum Ludwig Forum (ehem. Nordbahnhof). Hier wechselt sie auf die z.T. noch vorhandenen Gleise der ehem. Eisenbahnstrecke Aachen Nord - Jülich und wird so bis Würselen geführt. Auch in Würselen folgt sie der ehem. Eisenbahntrasse und endet schließlich am Aquana.

- Zukunftsgedanken:
Als Zukunftsgedanke könnte langfristig überlegt werden, die Linie 2 über Brand hinaus auf der ehem. Eisenbahnstrecke der oberen Vennbahn hinaus bis Breinig - Stolberg zu verlängern, um dort Anschluss an die Euregiobahn herzustellen. In Würselen könnte die Linie 2 bis nach Alsdorf verlängert werden, um dort ebenfalls einen Anschluss an die Euregiobahn zu erhalten.

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